Album

Uncaged

Charles Pasi - Uncaged

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Großstadtblues

Ein Mix aus Jazz und Blues, und der Kerl spielt auch noch Mundharmonika... Ziemlich viele Gründe, die auf den ersten, zu flüchtigen Blick gegen Charles Pasi sprechen. Aber Pasi spielt um Längen besser Mundharmonika als Bob Dylan und Neil Young zusammen, und sein Debüt „Uncaged“ verfügt über eine ordentliche Portion Funk.

Irgendwie weckt Pasi entfernt Erinnerungen an das Debütalbum von Keziah Jones. Ähnlich wie Jones frischt Pasi Jazz und Blues mit Funk und ein bisschen Crossover in Richtung Hip-Hop und Rock auf. „Uncaged“ klingt als könnten Pasi und seinen Mitstreiter jeden ihrer Songs im Handumdrehen auch an der nächstbesten Straßenecke reproduzieren – und ihr Hut würde dabei überquellen.

Uncaged - Albumplayer

Pasi verlässt sich in seinen Songs vor allem auf seinen kratzige Stimme und sein elaboriertes Mundharmonikaspiel, um den Großstadtblues zu zelebrieren, der einen auch in der Stadt der Liebe befallen kann. Mal ganz kleinlaut wie in „Farewell My Love“, zu dem Sax-Legende Archie Shepp ein Solo beigesteuert hat, mal so vehement und deutlich wie in „Up To Us, das es als Free-Download gibt. Es bietet auf 3:50 verdichtet, was den Charles Pasi-Sound ausmacht: ein Virtuose an der Mundharmonika, eine spielfreudige Band und gelegentlich respektlos krachende Ausbrüche aus dem Blueskorsett.

Tourdaten:

17.07.2012 Oestrich, Rheingau Musik Festival
22.07.2012 Bonn, Kunst!Rasen
26.07.2012 Würzburg, Hafensommer Würzburg
28.07.2012 Insel Mainau, Jazz unter Palmen

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