Album

This Harness Can`t Ride Anything

Chin Up Chin Up - This Harness Can`t Ride Anything

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Herrlich herzlicher Indiepop

Trotz eines großen Schicksalsschlages machten sie weiter: Chin Up Chin Up aus Chicago haben den Kopf nicht hängen lassen, sondern selbigen ausgeschaltet und dabei stets auf ihr Herz gehört. Und so klingt auch ihr neues Album.

Nach einem Auftritt bei einer Releaseparty der befreundeten Band The Ponys wird Chin Up Chin Up-Bassist Chris Saathoff Anfang 2004 von einem betrunkenen Autofahrer angefahren und verstirbt noch am Unfallort. Sollte dies das frühe Ende einer Band bedeuten, die noch gar nicht richtig angefangen hatte? Nein, denn trotz dieses tragischen Unfalls veröffentlichen Chin Up Chin Up im selben Jahr noch ihr Fulllength-Debüt “We Should Have Never Lived Like Skyscrapers”. Am Bass: Chris, dessen Parts aus den kurz zuvor von ihm eingespielten Demos herausgeschnitten wurden. Eine reine Herzensangelegenheit, die schließlich auf Flameshovel veröffentlicht wurde. Im Anschluss daran tourte man mit einem neuen Bassisten, veröffentlichte eine kleine EP und setze sich danach an das Zweitwerk. “This Harness Can`t Ride Anything” wurde mit Brian Deck aufgenommen und klingt wie eine Mischung aus Friskar Viljor, Modest Mouse und Broken Social Scene. Dynamisch, abwechslungsreich und energetisch überzeugt das Quintett ein weiteres Mal mit herrlicher Kopflosigkeit und dafür mit ganz viel Herzlichkeit. Neben dem hier zu hörenden Titeltrack sind noch „Water Planes In Snow“, „Mansioned“ und „Trophies For Hire“ hervorzuhebende Highlights, die unkonventionell tickende Indiepop-Herzen höher schlagen lassen. Herrlich herzlich. (bb)

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