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Chiyomi Yamada

Kurofune

CD: jpc   MP3 Album: 7digital

Von: Chiyomi Yamada

Komponist: Luis de Narváez

Interpret: Chiyomi Yamada, Sopran

Label: Carpe Diem

Redaktionswertung:

  1. *
  2. *
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  4. *
  5. *
  6.  

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Passeávase el Rey Moro


23.08.2012
Culture Clash

Regen Austausch zwischen den grundverschiedenen Kulturen Japans und des alten Europa gab es bereits im 16. und 17. Jahrhundert. Das Album Kurofune lässt beide Welten dieser Zeit musikalisch wiederauferstehen.

Kurofune bedeutet auf Japanisch „schwarze Schiffe“. Der Ausdruck wurde zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert  für jene europäischen Segelschiffe verwendet, die, trotz der damals herrschenden, selbstgewählten Isolation des Landes, vor Japan vor Anker gingen. Doch Reisen wurden, wenngleich seltener, auch in die andere Richtung unternommen: 1582 brachen vier vornehme japanische Jünglinge in Begleitung jesuitischer Priester nach Rom auf. Sie reisten über Indien und die afrikanische Küste nach Portugal, von dort weiter über Spanien nach Italien. Insgesamt acht Jahre war die fremdartige Delegation unterwegs, bevor sie ihre Heimat wieder erreichte.

Welche Klänge mögen sie in ihrer Zeit in Europa gehört haben? Welche Art von Musik bekamen die wenigen Europäer zu hören, die sich damals, mehr oder weniger illegal, in Japan aufhielten?

Dafür will das Album Kurofune der japanischstämmigen Sopranistin Chiyomi Yamada ein Gefühl vermitteln – mittels japanischer und europäischer Lieder aus dieser Zeit. Begleitet von einer zurückgenommenen Instrumentierung – der Japaner Toyohiko Satoh spielt Laute oder Vihuela, der Niederländer David van Ooijen Theorbe oder Gitarre – gelingt dies ganz ausgezeichnet:
Beide Klangwelten klingen uns längst fremd, beiden wohnt eine kontemplative Stille inne, die wie aus einer anderen Dimension wirkt. So erscheint unseren Ohren ein Lamento Monteverdis näher an einem japanischen Wiegenleid zu sein, als bei unserer jetzigen europäischen Erfahrungswelt. Eine interessante Erfahrung und ein sehr hörenswertes Album, aus dem wir Passeávase el Rey Moro von Luis de Narváez (1500 – ca. 1555) als Hörbeispiel anbieten können.

1 CD, ca. 55 Minuten

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Harald Reiter Autor Harald Reiter / Tonspion.de

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