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Goodbye Monkey Gravity

Christian Harder - Goodbye Monkey Gravity

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Popland ist abgebrannt

Vielleicht einer der umtriebigsten Produzenten der Hamburger Musikszene entdeckt seinen eigenen Namen. Christian Harder – als KidQ bekannt aus den deutschen Charts - beginnt mit einem Debütalbum neu.

„Goodbye Monkey Gravity“ heißt das und ist ein weiterer Beweis dafür, dass Popmusik auch in straighter technoiden Kontexten möglich sein kann. Dabei wirkt die erste Single Popland, insbesondere der Gesang beim ersten Hören etwas düster, retro und überdosiert. Doch schafft es Christian Harder Plakativität, Experimentalität sowie Popsongcharakter aufzugreifen und die Grenze zwischen Produkt und Künstler zu verwischen. Gleichzeitig verbindet er die Sounds seiner bisherigen Aliase KidQ und Kandisquer zu einer eigenwilligen Mixtur aus zappeligen Füßen und Achterbahnfahrt im Kopf. Zwar verzichtet Harder auf seinem Album auf Pseudonym oder Trashhits wie "This Feeling", mit dem er 2003 die Top Of The Pops heimsuchte, dennoch ist er als gefragter Produzent (Mediengruppe Telekommander) oder Remixer (Chelo Scotti, Swayzak, Pink Grease, u.a.) nicht auf eine eingefahrene Richtung festzulegen. "Goodbye Monkey Gravity" zeigt das Talent und die Vielschichtigkeit des 25 jährigen Autodidakten und deutet an, was hinter kranken Sounds und abgebrochenen Songs lauert: enormes Potenzial. (jw)

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