La casa del diavolo

Christoph Willibald Gluck - La casa del diavolo

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Wie die Leidenschaft in die Musik kam
Die Stücke auf dieser CD wurden alle zwischen 1741 und 1773 zum ersten Mal aufgeführt und sie alle haben das damals neuartige Bestreben ihrer Komponisten gemein, starke Gefühle direkt in Musik auszudrücken.

Unser Hörbeispiel, mit dem die CD beginnt, wurde von Gluck 1761 herausgebracht. Es ist ein Orchesterintermezzo aus seinem Ballet "Don Juan" und charakterisiert als "Tanz der Furien" Zorn und Wut. Es ist die letzte Szene des Werkes, in der Don Juan für seine Taten zur Hölle fährt. Man meint, das Orchester "toben" zu hören und genau dieser Einsatz von Musik als subjektivem Ausdrucksmittel war zu der Zeit neu und galt anfänglich als geschmacklos und skandalös.

Zwei geistige Programme standen hinter dem neuartigen Ansatz: 1. fand die zeigenössische Dichtung Eingang in die Motivwahl der Komponisten und 2. auch erstmalig die soziale Realität. Für beides standen wenige Jahrzehnte vor der französischen Revolution enorm einflußreiche Autoren wie Diderot und Rousseau. Klassische (griechische) Gestaltungsideale verloren ihre zentrale Bedeutung. Man könnte diese Strömung durchaus vor-romantisch nennen und das bevor die Wiener Klassik mit Haydn, Mozart und Beethoven überhaupt begonnen hatte.

"La casa del diavolo" umfaßt so verschiedenartige Komponisten wie Gluck, Locatelli, Wilhelm Friedemann Bach und Boccherini, jeweils mit Werken in denen eine alles beherrschende Emotionalität zum Ausdruck kommt. Unser Hörbeispiel begegnet uns auf dem letzten Track der CD noch einmal in einer Adaption, die Luigi Boccherini 10 Jahre später als Schluß seiner Sinfonia op. 12 komponierte.

1 CD, ca. 70 Minuten

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