Ocean Fire

Christopher Willits & Ryuichi Sakamoto - Ocean Fire

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Wellenlauschen
Ryuichi Sakamoto lotet bereits seit einigen Jahrzehnten die Grenzbereiche von Klang und Musik aus. Für sein aktuelles Album mit dem Gitarristen Christopher Willits ließ er sich von der Bewegung des Meeres inspirieren.

Sakamoto ist ein Teamworker. Zumindest veröffentlicht der Oscar-Preisträger (für seinen Score zu "Der letzte Kaiser") seine spannendsten Platten in Kolaboration mit anderen Künstlern. Seine Zusammenarbeit mit Carsten Nicolai aka Alva Noto, der Sakamotos Piano mit elektronischen Bleeps und Beeps bearbeitete, zeichnete sich in erster Linie durch das Weglassen von Tönen aus. Sie ist ein später Meilenstein im langjährigen Schaffen des japanischen Musikers, der bereits in den 70ern mit den Möglichkeiten der elektronischen Musik experimentierte.

Mit dem jungen US-Amerikaner Christopher Willits lässt Sakamoto sich hingegen treiben. Willits sphärische Gitarrenklänge und Sakamotos Keyboards vereinen sich zu einem Spiel mit Klangwellen, das kein Anfang und kein Ende hat und kein Ziel verfolgt. So ensteht eine Musik weit und offen wie der Ozean. Zu präsent um Ambient zu sein, aber auch zu unfassbar, um es irgendwie anders bezeichnen zu können. Musik wie ein Ozean, tief, unergründlich und unermesslich groß.

Udo Raaf / Tonspion.de
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