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No Other Love

Chuck Prophet - No Other Love

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Entspanntes aus Amerikas Südwesten

Postkarten aus Kalifornien. Chuck Prophet zelebriert die Ruhe und Entspanntheit, die in warmen Großstädten selbst in der hektischsten Rush-Hour zu spüren ist. Musikalisch wie textlich ironisch, aber immer nett.

Seit 15 Jahren lebt Prophet in San Francisco und ist dort eher Teil einer Untergrund-Musikszene. Bestätigung und Fame holt er sich woanders: In Europa, vor allem aber in Deutschland fahren seine Alben regelmäßig feinste Kritiken ein, sein vorletztes Album "Homemade Blood" war monatelang die Nummer eins in den Kritikercharts des Rolling Stone. Mit Green on red legte er nach eigener Aussage den Grundstein für Neocountry-Acts wie Wilco und Kelly Willis, seit 1990 ist er solo unterwegs, mit Songs, die "ich aus meinem Kopf bekommen wollte." Seine Demoaufnahmen wurden damals ohne weitere Änderungen als Debütalbum releast und der Grundstein für die übliche Kritikerlieblingkarriere war gelegt: Album, Höchstnoten in der traditionellen Musikpresse, Konzerte vor okay großen Menschenansammlungen, ausbleibender kommerzieller Durchbruch, Album... Das könnte mit "No Other Love" durchaus anders werden, mit seiner schmooven Abgeklärtheit zwischen Beck, Cake und Soul Coughing. Auch Menschen, die normalerweise die Eckpunkte dieses Dreiecks vorziehen (ich z.B.), können ja mit Chuck Prophet mal einen Tanz auf der g*h/2 großen Fläche wagen. Könnte vielleicht Spaß machen. (sc)

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