Dead Hippies - Sad Robot

Claus Grabke - Dead Hippies - Sad Robot

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Europaweit gibt es Ausstellungen in Museen über ihn: Claus Grabke, das Gütersloher Urgestein ist auferstanden. Mitgebracht hat er ein Doppelalbum, das nur zwei Extreme kennt: Rock und Pathos.

Wer früher passionierter Skater war und sich den ein oder anderen Knochen beim täglichen Rollbrettfahren gebrochen hat, wird den Namen definitiv noch kennen: Claus Grabke. Nein, dieser Herr ist kein Scorpion, sondern Skateboardlegende, mehrfacher Deutscher- und Europameister, Europacup- und vierfacher Monster- Mastership-Sieger, zudem noch Gründer eines Trendklamottenlabels, eines Skateboardmagazins und war MTV-Moderator, Studiobesitzer und Produzent. Immer war Grabke aber auch Musiker, Sänger und Frontmann bei Bands, die auch international auf größeren Bühnen standen: Eight Dayz, Thumb und Alternative Allstars. Und nun? Da kommt der in allen Profi-Gewässern bereits Gewaschene mit einem vermeintlichen Soloalbum aus der Versenkung hervor. Ein Doppelalbum, das mit „Dead Hippies“ alles andere als nach Solo klingt. Das ist eher eine Band in ihrer Reinform: Gitarre, Bass, Schlagzeug und eine Gesangsspur machen Rock wie er im Lexikon seit Jahren definiert wird. Grabkes zweite Seite namens "Sad Robot" kommt dann pompös bis triefend mit Streichern, Pauken und halbem Staatsorchester um die Ecke gesäuselt. Zwei Extreme, die zwischen Schweinerock und aufgeblasener Sentimentalität nicht viel Freiraum lassen. Entweder man mag das oder man erfreut sich daran, dass ein alter Held noch Spaß an seiner Musik hat und dem langweiligen Erwachsenwerden trotz. (bb)

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