All The Way

Clayton Farlow - All The Way

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mundwinkel hoch, Arme auseinander!
Hallihallo, ein Wiedersehen. Zwei Drittel der verloren gegangenen Popnauts sind nun zwei Drittel von Clayton Farlow. Und schrammeln sich auf ihrem Langdebüt durch feinen Holperpop für anonyme Mädchen und einsame Zweifler.

Hallihallo, ein Wiedersehen zum zweiten: Schon vor vier Jahren gab es Clayton Farlow kurz einmal. Das Trio warf sich mit einer sonnigen und netten Debüt-EP selbst in die Welt, um in der Folge dann aber doch lieber still zu halten. Ab und an ließ man sich in der Heimat Köln oder auf einer hübschen Compilation blicken, hielt sich aber sonst zurück. Jetzt wird das alles vielleicht ein bisschen anders, jetzt bekommt all das Format. "All The Way" also. Ein Album voller Nettigkeiten ist das. Leichten Fußes schrammelt das Trio an schnöder Perfektion vorbei, wechselt die Sprache, holpert und kiekst und ist allgemein recht guter Dinge. Brüchige Folk-Anleihen werden von durchaus charmantem Mundwinkel-hoch-Arme-auseinander-Pop zum Tanz gebeten, sie lachen und verstehen sich und trinken auch mal auf traurigere Zeiten. Die Popnauts-Ehemaligen und das ergänzende Bassdrittel (Ex-Soccer, Klee, Berend) fassen sich gern und angenehm kurz. Popsongs werden nicht blöd ausgewalzt, Ohrwürmer werden schön beiläufig und krampflos in den Kopf gesetzt. Wenn man sich etwas ausleiht, wird es nicht lang behalten, und eh "In The Real Life" ein letztes Mal auf Wehmut anstößt und dann den Laden ratzfatz dicht macht, wird der Beat nochmal flugs über die Tanzfläche geschoben. Das alles geht sehr gut und weiß so manche routinierte Herbst-Winter-Rotweindepression angenehm zu stören. (sc)

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