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In Technicolor

Coma - In Technicolor

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Schwarz-weiß in Technicolor

Bisher stand 2013 ganz im Zeichen des 20. Geburtstages von Kompakt. Parties, Re-Releases, Rückschau und Aufarbeitung der eigenen Geschichte war angesagt. Mit der Veröffentlichung von „In Technicolor“ von Coma ist damit Schluss. Coma gehören zu einer neuen Generation, die den Sound des Kölner Labels in die Zukunft führen wird – und Pop und Techno zusammenbringt.

Wie Technicolor sieht das Cover des Debütalbums von Coma nicht aus. All die Farben, den glitzernden Pop und die todsicheren Clubhits haben sich Marius Bubat und Georg Conrad für ihre Tracks aufgehoben. Understatement im Design gehört bei Kompakt dazu, soundtechnisch fahren die beiden Kölner aber auf. Unterstützt von Ada, Vimes und MIT-Sänger Edi Winarni graben Coma tief im Krautrockerbe. Sie arbeiten sich am vor einigen Jahren schwellenden Streit zwischen Minimal und Maximal ab und erlauben sich ein bisschen Joy Division Melancholie. Jeden Gedanken an Funktionalität lassen sie dabei ein ums andere Mal sein.

So viel discoide Lässigkeit kennt man sonst nur von WhoMadeWho. Coma kombinieren sie aber mit dem Puls von Techno und einer Abgeklärtheit, über die man wohl nur verfügt, wenn man seit dem ersten Liveauftritt, 2007 auf der c/o pop, als das nächste große Ding aus Köln gehandelt wird. „In Technicolor“ ist ein unverschämt poppiges Album geworden, ohne eine Sekunde cheesy zu sein. Das hat man auf Kompakt schon lange oder vielleicht noch nie gehört, und es könnte durchaus sein, dass sich das Label im 21.Jahr seines Bestehens mit Coma in eine neue Dimension katapultiert. In jedem Fall: Mission erfüllt und trotzdem locker geblieben!

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