Blue Cathedral

Comets On Fire - Blue Cathedral

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Bis es wehtut
Comets On Fire bilden blaue Lärmkathedralen aus eingestürzten Neubauten. Sie sind Verkünder psychotischer Gitarreneruptionen und entkanalisierter Feedbackforschung. Und garantiert nicht: frischer Trüffel für Hype-Suchende.

Denn dafür sind die ausufernden Songungetüme der Band rund um die Gitarristen Ethan Miller (auch für den Gesang zuständig) und Ben Chasny sowie Echoplex-Wizard Neal Harmonson viel zu altmodisch. Retrofiziert. Im uncoolsten Sinne angestaubt. Und sind dabei höchst sperrige, unnachgiebige Biester, die sich nicht so recht entscheiden wollen, ob sie lieber Blues-, psychedelischer Prog-Rock, Proto-Punk oder – wie zumeist - all das zugleich und zeitgleich sein wollen. Emblematisch für ihr vor kurzem erschienenes, drittes Album "Blue Cathedral" (wieder veröffentlicht via Sub Pop) steht auch der Download "The Antlers Of The Midnight Sun", bei dem sich die Herren aus Santa Cruz über verwischten Spuren von Hawkwind, Zeni Geva, Fugazi und den The Stooges mit feedbackendem, infernalisch lärmendem Furor ihre überaus eigentümliche Schneise schlagen. Nein, angenehm ist das nicht. Weil es laut ist und manchmal auch höllisch weh tut. Nur: von wie vielen State of the art-Rockbands kann man das schon ruhigen Gewissens behaupten? (cp)

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