Point

Cornelius - Point

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Wahnsinn und Sedativa
Ein komplex verspielter, genialer Irrsinn war das letzte Album "Fantasma" des Japaners Cornelius. Ganze fünf Jahre ist das jetzt her und es scheint sich einiges getan zu haben in der Zwischenzeit.

Fantasma: Ein niedliches bis apokalyptisches, perfekt arrangiertes Orchester der Sampler und Stile, eine Rauschüberlagerung der Zeiten und Zitate. Oder: in einer Wohnung mehreren unanhängigen Tonquellen aus verschiedenen Zimmern lauschen, die auf gespenstische Art und Weise harmonieren. Verzerrte E-Gitarren, Bubblegumpop, singende Haushaltsgeräte - als gäbe es nur eine Idee "Musik" in die sich alles einfügen könnte, um dem Dirigieren eines Zauberers zu gehorchen, der ihre Sprache geknackt hat. Wow. Kinnlade auf dem Boden und vergnügt, weil trotzdem nicht verkopft, das ganze. Und hier das? Na, ich kann meine Kinnlade halten. Enormer Ideenreichtum, bestimmt und ein Gespür für ausgefallene Rhythmik auch, aber es fehlt an Witz und Wahn. Dafür aufgeräumter, zurückhaltender, Wahnsinn und Sedativa. Ein anhaltender Pioniergeist wäre mir lieber gewesen. Trotzdem immer noch besser, als vieles andere.(ko)

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