We Are Plastic

Crash Tokio - We Are Plastic

Redaktionswertung: 
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Mechanischer Indierock für eine wärmere Welt
Miles und Readymade machen Pause, Slut kündigen neue Stile an, doch deutscher Indierock muss weitergehen. Unterstützt wird dieses Vorhaben auch von Crash Tokio, die englischsprachig Rockmusik betreiben und nun aber mal Nägel mit Köpfen machen.

Schließlich ließ die Band schon 2001 mit ihrem EP-Debüt "We Love You No More" Ambition und Können durchblicken und sorgte für die eine oder andere Begeisterung. Mit Inselpopzitaten und Collegerockversatzstücken entstand hier dann doch irgendwie traditionell deutscher Indiesound. Seine gefällige Kratzbürstigkeit und seine trotz flexiblem Rückgrat mitreißenden Rockgesten – in den vergangenen zehn Jahren zu schätzen gelernt – waren schnell wieder erkannt und ins Leben gelassen. Die Mitwirkung von Miles-Bassistin Nina Kränsel und Virginia Jetzt!-Gast Andreas Puscher sorgte für Bonusinteresse. Nun also, drei Jahre später, Crash Tokio auf Albumlänge, erschienen bei der deutschen Indie-Instanz Tapete Records. Erneut trifft fetziges Gitarrentreiben die gefühlvolle Melodie, wird zwischen Rrrrockriff und Pop-Harmonie gependelt: mal mechanisch-unterkühlt, mal voller Empathie und offener Arme. Für einen Blick auf ersteres Gesicht der Band lässt selbige "Thousand Dollar Fire" von Gästen begutachten. Freunde werden Crash Tokio damit wahrscheinlich vielen. Noch schöner jedoch wäre "We Are Plastic" jedoch ohne das Gimmickfeuerwerk gewesen, dass vom Mechanogesang bis zum Kinderchörchen vieles nervige zu bieten hat. Schade um die Chance. (sc)

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