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New Misery

Cullen Omori - New Misery

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Zweiter Akt

Neuanfänge sind nicht immer einfach, ab und zu aber einfach notwendig. Nach dem Ende seiner Band Smith Westerns geht Cullen Omori mit seinem Debütalbum "New Misery" nun seinen eigenen musikalischen Weg.

Schon in der Highschool gründete Cullen Omori die Band Smith Westerns. Schnell avancierten sie zum Liebling der Indie-Szene. Nach sieben Jahren und einigen Reibereien innerhalb der Band gaben sie vor zwei Jahren ihre Trennung bekannt.

Sich von Altem befreien, neues Label, ein neues Selbstverständnis genießen, sich von anderen Quellen inspirieren lassen - ein bisschen frischer Wind kann ganz gut tun. Bei Cullen Omori führte die Selbstfindung defintiv nicht zu einem negative Ergebnis.

"New Misery" ist eingängig - eine Mischung aus Indie- und Glamrock, Synthesizern und Gitarrenklängen. Die Melodien sind unkompliziert. gehen fluffig ins Ohr und stellen sich tapfer der drohenden Gefahr des Dahinplätscherns engegen. "Du Du Du Du Du" singt Omori auf "Two Kinds" oder "LOM", "Du Du Du Du Du" denkt man dann leider auch ab und zu und driftet ab -weg von den Songs Omoris.

"No Big Deal", "Hey Girl", "Cinnamon" oder "Sour Silk" sind wunderbare Beispiele für leichten Indie-Rock mit einer sehr poppigen Note, "Be A Man" oder der Titeltrack "New Misery" sorgen für die balladig-melancholische Atmosphäre. Diese wird bei "Be A Man" durch einen Fade zum darauffolgenden "LOM" allerdings wieder aufgehoben.

Das alles ist nicht weltbewegend, hat man vielleicht irgendwo schon einmal so oder so ähnlich gehört. Aber es tut eben auch nicht weh. "New Misery" ist ein angenehmer Schritt in die richtige Richtung und sorgt - wider dem Titel - zumindest musikalisch nicht für neues Elend.

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