Lenses Alien

Cymbals Eat Guitars - Lenses Alien

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Fröhlich ins Meer aus Lärm gestürzt

"Remember you and I would get so high, we'd pass out with our shoes on" - das zweite Album der New Yorker Indierockbeleber Cymbals Eat Guitars erinnert sich an sich selbst: Wechselhaft, unstet und ambitioniert - und Augenblick für Augenblick eingängig.

Mit "Why There Are Mountains" traten Cymbals Eat Guitars vor zwei jahren in die Indiewelt. Ein paar nette Typen, ein paar schlaksige Hits, ein Sound für Freunde der Neunziger Jahre wurden hier von einem stets gelungenen Melodiespiel, einem Händchen für Lärm und fünfen fürs Detail ins dritte Jahrtausend getragen.

Auf dem Weg zu "Lenses Alien" haben sich die Bandbedingungen verändert - personelle Wechsel, erhöhte Aufmerksamkeit, John Agnello (Dinosaur Jr., Sonic Youth, Son Volt) als Produzent. Der Grundsound ist jedoch der gleiche geblieben, und so werden hier für Sekunden unsterbliche Gitarrenpickings hingeschludert, Slackersoli in den Himmel geworfen, Popmomente fröhlich ins Meer aus Lärm gestürzt. Dazu erlaubt sich Sänger Joseph D'Agostino genau die herrlichen Melodieschlenker, die wir seit Jahren mal wieder von James Mercer hätten hören wollen.

Und D'Agostino singt viel, erzählt viel, erinnert sich, warnt, sehnt, berichtet aus seinem Kopf, zieht Schlüsse, halluziniert. Dazu bremst und beschleunigt die Band, weicht jedem allzu offensichtlichen Hit aus und glänzt doch Moment für Moment mit feinsten Eingängigkeiten. Die Albumeröffnung "Rifle Eyesight (Proper Name)" treibt in acht Minuten das Pop-Lärm-Eigensinn-Spiel direkt auf die Spitze. Danach beruhigt sich "Lenses Alien" wieder, aber nie so ganz. So ein Glück.

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