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Manhay

Daan - Manhay

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Ganz Eleganz

Im Geheimtipprahmen ist Daan Stuyven vor allem als Stimme von Dead Man Ray bekannt: Ein tiefes, warmes Vorleserorgan, das jedes Lied zur Erzählung macht. Solo, als Daan eben, als elegantes Popchamäleon, hat er in Belgien den Geheimtippstatus schon hinter sich gelassen, und wagt erfolgbeflügelt den Schritt über die Grenze.

Jenseits seiner Heimat Belgien ist Daan Stuyven noch kaum als Solokünstler bekannt. Dabei hat er schon vor und während der Zeit mit Dead Man Ray, die er gemeinsam mit Ex-dEUS-Gitarrist Rudy Trouvé gründete, Soloalben voller Blues-, Elektro- und Indiepopstücken gefüllt, Filme vertont, Hits in den Charts des Landes gelandet. Mit dem starken Halt seines charakteristischen Gesangs konnte er es wagen, musikalisch stets im Wandel zu bleiben.

Auf "Manhay", seinem fünftem Soloalbum, ist Stuyven ganz der elegante Sänger, der Auteur, der Charakterkopf, ein belgischer Bryan Ferry, ein belgischer Johnny Cash, der sich mal verrucht und selbstzerstörerisch gibt, mal dich zart auf Rosen bettet und den Kopf dir geraderückt. Er erzählt, was wirklich mit den Beatles geschah, er will die Welt durch deine Augen sehen, er nimmt noch einen Zug von seinem ständigen Begleiter. Um ihn herum rauscht und schwingt es dazu mal orchestal, mal rau, mal reduziert und stets gefällig.

Und auch wenn Daan Stuyvens das Wort "Alterswerk" nur ungern hört, so klingt "Manhay" doch sehr genau danach: Ein Album, das die Stärken des Künstlers gekonnt präsentiert und sich nicht zu weit herauswagen muss. Stuyvens schwingt kokett mit der Hüfte und genießt die Elder-Statesman-Pose sichtlich. Doch nur kein Stillstand: Die nächste Platte ist praktisch schon fertig, und sie wird wieder ganz anders sein.

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