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Lazrus

Daniel - Lazrus

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Debüt eines No Names

Ob man sich im Internetzeitalter wirklich einen Allerweltsnamen wie "Daniel" geben sollte sei dahin gestellt. Was zählt ist, was dahinter steckt. Und im Debüt des Bloggers Daniel Johnson ist das so einiges.

Es ist schon merkwürdig inzwischen, denn wenn wir über neue Künstler berichten passiert das normalerweise in zwei Stufen: zuerst entdecken wir etwas in den Weiten des Internet, was unser Ohr überzeugt, worüber wir aber kaum etwas wissen. Oft Monate später erhalten wir dann das zugehörige Album und mehr Infos vom deutschen Label, das den Künstler möglicherweise genau so entdeckt hat.

So ist das wohl auch mit dem Künstler namens Daniel. Was wir bisher von ihm wissen: er ist aktiver Blogger, stammt aus der Heimat des Techno Detroit und nennt Daft Punk, Al Green, Tangerine Dream oder Timbaland seine Vorbilder. Seine musikalische Sozialisation ist also die typische eines Kindes der 00er Jahre, eine die geprägt ist durch Playlisten der untschiedlichsten Ausprägungen, in der alt und neu wild durcheinandergewirbelt werden, in der es keine Rolle spielt, worauf man sich bezieht, solang es am Ende gut und eigen klingt.

Sein Debütalbum "Lazrus" klingt entsprechend seiner Vorbilder nach einer wilden Mischung aus Pop, elektronischer Elemente und verträumter Melanholie. Was ihm zum großen Durchbruch noch fehlt ist - neben einer markanten Stimme - vielleicht noch das knallige Marketingkonzept, das Acts wie La Roux oder Little Boots so plötzlich in die Charts und viele Playlisten katapultierte. Aber dafür ist ja dann auch in der Regel das Label zuständig, das weiß, wie man neue Acts an die ganz große Glocke hängt. Und so ist es wohl nicht unwahrscheinlich, dass wir das Debütalbum von Daniel in Kürze auch nochmal ganz offiziell auf den Tisch bekommen werden.

 

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