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Alive In Us

Darkness Falls - Alive In Us

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Newcomer des Monats

Ein großartiges Debüt, eine herausragende Platte. Josephine Philip und Ina Lindgreen zerreiben als Darkness Falls düstere Popmusik zwischen Sixties-Beat und Minimalelektronik. Unser Newcomer des Monats November.

Bereits im Frühjahr versprach das Duo aus Kopenhagen mit seiner selbstbetitelten EP eine hervorragende Zukunft in Musik. Mit "Alive In Us" ist die jetzt gekommen: Ein Debütalbum, das mit sachtem Zwielichtpop lockt und mit Morgengrauendüsternis gefangen nimmt. Zitatfetzen aus Sechziger-Girlpop und Yéyé schwirren hier durch mattes Scheinen und minimalen Beat, und die Diskokugel spiegelt das Wetterleuchten wider.

Produziert wurde "Alive In Us" vom Elektrokünstler Anders Trentemøller, der dem umwerfenden Duo und seinen einnehmenden Liedern Beats und Synthesizerklicken zur Seite stellte. Das Resultat bewegt Kopf und Körper und erstickt geschickt jeden Anflug simpler Retropopmusik. Wenn hier eine liebgewonnene musikalische Vergangenheit durch Stücke wie "100 Meter Mind Dash" schimmert, dann erinnert das weniger an Duffy als an Dorothy Vallens in David Lynchs "Blue Velvet" oder die gebrochene Operettendisko von Austra.

Das Zitat eröffnet einen Raum, auf den sich Band und Hörer einigen, den sie mit eigenen Geschichten füllen und später glücklich zerstören können. Doch auch jenseits solcher Referenzfinten verschenkt "Alive In Us" mit vollen Händen famose, reduzierte, einnehmende Popmusik, die kleine Worte für große Dinge kennt: "It's a sickening of the heart when you love some and then they're gone" - so einfach, so traurig, so schön.

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