The RAM Project

Dave Depper - The RAM Project

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
70s Feeling

Vor 40 Jahren veröffentlichte Ex-Beatle Paul McCartney seinen zweiten Solo-Longplayer „Ram“. Das nahm Musiker Dave Depper zum Anlass, diese LP zu interpretieren und neu einzuspielen. So entstand “The Ram Project”.

Eigentlich ist es immer ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen, ein Album Jahre oder gar Jahrzehnte nach Erscheinen noch einmal neu aufzunehmen. Der Charme des Originals geht flöten, es wirkt lediglich wie ein schlechter Versuch, die Songs in die heutige Zeit zu transportieren. Um so erstaunlicher, dass es Dave Depper gelingt, bei „The Ram Project“ ein 70er Jahre Feeling aufkommen zu lassen. Wer das Original nicht kennt und Dave Deppers ersten Song „Too many people“ hört, der denkt sofort: Hier ist aber jemand musikalisch in einem völlig anderen Jahrzehnt.

Der US-Musiker versucht erst gar nicht, die zwölf Songs des Albums zu modernisieren oder mit den technischen Möglichkeiten des neuen Jahrtausends anzureichern. „The Ram Project“ von 2011 besteht genauso wie „Ram“ von 1971 komplett aus handgemachter Musik. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass der ein oder andere Gitarrenriff nicht ganz so sauber gespielt wurde, wie noch im Takt zuvor. Kein Wunder: Depper nahm das komplette Album in vier Wochen in seinem Schlafzimmer auf. Zur Verfügung standen ihm einige Gitarren, ein Keyboard und der berühmte Rickenbacker Bass, den Paul McCartney spielte. Dazu lieh er sich ein kleines Drumset von einem Freund. Ganz ohne modernen Schnick Schnack wollte Dave Depper dann aber doch nicht auskommen. Ein Laptop war sein ständiger Begleiter während der Aufnahmezeit.

Herausgekommen ist eine Hommage an Paul McCartney’s Album „Ram“ mit Dave Deppers Versionen von Hits wie „Uncle Albert/Admiral Halsey“, „Dear Boy“ oder „The Back Seat of my Car“. Auch die schönen Hintergrundharmonien von Linda McCartney bringt der Multi-Instrumentalist auf die CD. Joan Hiller ist für die Background-Vocals auf „The Ram Project“ zuständig. Wer nicht glaubt, dass es auch heute noch möglich ist, ein Album aufzunehmen, das klingt, als käme es aus der Zeit der Schlaghose und des Vietnamkrieg-Protestes, der sollte sich unbedingt Dave Deppers „The Ram Project“ anhören.

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