☆ Blackstar

David Bowie - ☆ Blackstar

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Die magische Sieben

An seinem 69. Geburtstag veröffentlicht David Bowie Studioalbum #25 mit dem symbolischen Titel "☆" (Blackstar). Der bereits veröffentlichte Titelsong sowie "Lazarus" gaben bereits einen ersten - und nach dem kompletten Durchhören einen sehr adäquaten - Eindruck vom Rest des außergewöhnlichen Albums.

Das Album umfasst zwar lediglich sieben Tracks, dank des epischen Zehn-Minüters "Blackstar"und keinem Song unter vier Minuten schafft es David Bowie dann doch noch auf eine beachtliche 40. Hilfe für die Aufnahmen zum Album holte sich der Altmeister von einigen Jazz-Musikern. Inspirieren ließ er sich wiederum von den unvergleichlichen deutschen Bands Can und Kraftwerk, die in den 60er und 70er Jahren mit ihren experimentellen Sounds die britische Musikszene massiv beeinflussten. 

Top 10: Die besten Songs von David Bowie

Bowie war schon immer offen für Experimente, doch mit 69 Jahren scheint er sich wieder an die wilde und aufregende Zeit zu erinnern, als Musik nicht nur fürs Radio, sondern um ihrer selbst Willen produziert wurde. 

Der erste Track des Albums "Blackstar" ist als Trailer der TV-Serie "The Last Panther" zu hören und bringt durch seine Vielschichtigkeit und akustischen Wechselbäder die Ohren in Verzückung. Zu Beginn ganz ruhig baut sich das Stück mithilfe treibender Beats zum Kopfnicker auf, lässt irgendwo mal ein paar orientalische Klänge fallen und drosselt das Tempo gegen Ende wieder etwas runter. Harmonisches Drama vom Feinsten.

Auffälligster Begleiter? Bläser. Ob Trompete oder Klarinette, die penetrant-eindringliche Instrumentierung funktioniert wunderbar. Ein blecherner Drum-Einstieg für das fantastische "'Tis a Pity She Was a Whore" mixt die rätselhaft Bowie'sche Düster-Romantik mit tanztauglichen Rhythmen. Irgendwie chaotisch und doch ausgeglichen.

Überhaupt sind es insbesondere die ersten Sekunden, die einen undwiderruflich in den jeweiligen Song ziehen. Da wird aus "Lazarus" beinahe eine pathetische Retro-Powerballade, die für einige 80er-Jahre-Filme den perfekten Soundtrack abgeben würde. Aber eben nur Beinahe-Pathos. Ist schließlich Pathos à la Bowie. Also sehr, sehr positiver Pathos. 

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Schweren Herzens müssen wir verkünden, dass "☆" das letzte Album der Ikone David Bowie ist. Der Ausnahmekünstler erlag am 10. Januar 2016 einem Krebsleiden. Seine Songs werden unvergessen bleiben.

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