Album

Keys Open Doors

Deadset - Keys Open Doors

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
House mit Augenzwinkern

Albernheit ist nicht gerade eine Domäne von House-Musik. Zweifelsohne wirken belustigende Dancefloor-Tracks auch eher lächerlich. Bei dem britischen Duo Deadset zeichnet sich jedoch ein Sound mit Augenzwinkern ab.

Seit gut fünf Jahren arbeiten Cass Cutbush und Tom Mangan als Deadset zusammen. Zuvor waren sie solo eher im breitwandigen Progressive-Trance-Bereich zuhause. Mit Deadset geht es reduzierter zu. Dennoch ist ihr erstes Album "Keys Open Doors" alles andere als ein klassisches Werk. Im Herbst 2007 auf Jesse Roses Label Front Room Recordings erschienen, strahlt es eine unbändige, beinahe jugendliche Freude und Energie aus.

Etwas ungeschliffen mit Acid-Reminizensen, schnörkellosen Bassdrums, wild umherflirrenden Melodien und Samples gibt das Duo einmal eine erfrischende Abwechslung sowohl vom sanftmütigen, eleganten House als auch vom verdichteten Minimal. "Keys Open Doors" schlängelt sich gekonnt an all diesen Konventionen vorbei und passt dennoch bestens auf die Tanzflächen. Nach einem permanenten Augenzwinkern klingen die Tracks jedoch auch. Deadset schaffen es auf sympathische Weise verspielt und druckvoll zugleich zu sein. Als Free-MP3 gibt es ihren Album-Track "Cardinal Rules" in der Live-Version.
Jens Wollweber / Tonspion.de

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