Degeneration Street

The Dears - Degeneration Street

Redaktionswertung: 
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Kanadische Perfektionisten

Murray A. Lightburn, Mastermind der kanadischen Indie-Popper von The Dears, gilt in der Musikbranche als Perfektionist. Mit dem neuen Album „Degeneration Street“ beweist das Multitalent, dass es zumindest viele Facetten der Popmusik perfekt beherrscht.

The Dears sind alte Hasen im Musikbusiness. Im Jahr 1995 gründete Murray A. Lightburn „seine“ Band. Von der Urbesetzung ist nur noch er selbst übrig, alle anderen Musiker wurden ausgetauscht, was wohl auch mit seinem Hang zum Perfektionismus zu tun hat. Es heißt, die 90er hätten es ihm besonders angetan. Genauso wie der Soul, der Gospel und der Pop. Viele verschiedene Musikstile, die an der ein oder anderen Stelle von „Degeneration Street“ durchaus hörbar sind.

Das fünfte Album von The Dears klingt wie eine Reise durch die Geschichte der Popmusik. Sie startet in den 70er Jahren. Lightburn lässt durch sein Songwriting und seine Stimme starke Assoziationen zu dem frühen David Bowie zu. Weiter geht es Richtung 80er/90er. Deutlich lässt sich The Cure heraushören. Bis der Hörer schließlich bei den 00er Jahren angekommen ist und eine Verbindung zu Muse erkennt. Diese Reise mag für den ein oder anderen anstrengend sein, im Grunde ist sie aber ein Vergnügen.

Denn die Songs sind allesamt stark. Lightburns großes Plus ist es, sich von anderen Bands etwas abzugucken und dieses dann so in seine Songs einfließen zu lassen, dass es nicht wie eine Kopie klingt. Dazu kommen noch interessante Stücke, wie etwa „Blood“ mit einer Mischung aus Spinett und harter E-Gitarre. Ein roter Faden lässt sich auf „Degeneration Street“ zwar nicht erkennen, aber das Album besteht fast nur aus überdurchschnittlich guten Gitarren-Pop-Nummern. Das ist dem Perfektionisten perfekt gelungen.

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