Album

Moondagger

Deastro - Moondagger

Redaktionswertung: 
schlimm
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sehr schön
herausragend
Voller Hingabe

Ist Deastro für Electro-Pop, was Wavves für Indie ist? Der neue Wunderknabe, der im Keller seines Elternhauses seit Jahren Song auf Song aufnimmt und releast, seine Cover zeichnet und jetzt mit seinem Debütalbum "Moondagger" ein unglaublich reifes Album veröffentlicht?

Wie auch immer Randolph Chabots weitere Karriere verläuft, eines hat er bereits mit seinem Debüt geschafft: Einen Eintrag in die Liste der längsten Songtitel aller Zeiten. "Daniel Johnston was stabbed in the heart with the moondagger by the king of darkness and his ghost is writing this song as a warning to all of us" heißt das Songtitel-Monstrum und bringt die musikalische Welt von Deastro unmittelbar auf den Punkt. 

Fantastische und opulente Soundwelten, als hätte Phil Spector doch mal wieder einen lichten Moment erlebt, treffen auf klassisches Songwriting. Deastros Songs sind voll und wahnsinnig dicht gepackt. Die ganz große Geste, das Pathos der großen Erzählungen, in denen edle Ritter kommen, um die Welt zu retten, trifft auf eine down-to-earth-Haltung, die Chabots Songs zu glitzernd glänzenden Supernovas werden lässt. Angeblich hat Deastro diesen Sound einer göttlichen Eingebung zu verdanken. Wen man den Ernst und die Hingabe hört, mit denen er durch seine Songs tänzelt, möchte man ihm seine Epiphanie glauben.

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