Album

99% Upset Feeling

Deerhoof - 99% Upset Feeling

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Den Hits auch live ein Bein gestellt

Zur Feier ihrer herbstlichen US-Tour verschenkt jedermanns Lieblingsirrsinn Deerhoof ein Dokument all seiner Livestärken. Das Livealbum "99% Upset Feeling" ist ein fröhlicher Gang durch die Deerhoof-Diskographie - plus Coverversionen, plus Livevariation und Herrlichkeit.

Anfang 2011 erschien mit "Deerhoof Vs. Evil" das zehnte Album des Quartetts, erneut gefüllt mit unverwechselbaren Deerhoof-Ideen. Sie haben über die Jahre eine vollkommen eigene Klang- und Bildsprache definiert, und sie schaffen es noch immer, in ihr neue Worte und Texte zu bilden. Dabei sind sie stets experimentell, doch ebenso stets eingängig, mögen sie selbst ihren größten und eindeutigsten Hits auch nur allzu gern ein Bein, ach was: tausend Beine stellen.

Stücke von "Deerhoof Vs. Evil" dominieren auch "99% Upset Feeling", und wirken hier - natürlich weniger produziert und sauber, dafür jedoch vom Rausch des Livedaseins getrieben - direkt noch ein wenig eingängiger. Dazu kommt eine Handvoll der besagten Hits, von "Flower" bis "The Tears And Music Of Love", ein hervorragend passendes Ramones-Cover und das schon auf einer EP veröffentlichte Canned-Heat-Stück "Goin' Up The Country".

Ein Livealbum ist selten der Schlüssel, der zart interessierten Neuankömmlingen die Tür zum Kosmos einer Band öffnet. Dennoch ist "99% Upset Feeling" zwar vor allem, aber nicht nur eine schöne Erinnerung an das, was Fans der Band so ergeben schätzen. Wenn die Gitarren knarzende Riffs schieben, Greg Sauniers Schlagzeug sich immer wieder in sich selbst verheddert und doch nach vorn zu treiben versteht, wenn Saunier und Sängerin Satomi Matsuzaki Melodiefetzen durch reine Sturheit in Mitsingbarkeiten verwandeln, darf sich auch der bislang unbeteiligte Zeuge erfreuen: An einer mitreißenden, kontrolliert chaotischen Musikwerdung nämlich, an Livehits und purer, irrer, hochcharmanter Energie.

Alben

Offend Maggie

Deerhoof - Offend Maggie

Artist: 
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herausragend
Schräg - und gut is`!
Es verwundert schon ein wenig, dass Simpsons-Papa Matt Groening, der große John Peel und Yeah Yeah Yeahs’ Karen O sich alle gleichsam als große Fans dieser Band geoutet haben. Denn Konsens und Harmonie klingen anders.
The Runners Four

Deerhoof - The Runners Four

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Verrücktes. Pop. Theater.
Deerhoof sind eine rücksichtslose, anschmiegsame, gemeine, herrliche und rasend gute Band. "The Runners Four", ihr achtes Album, unterstreicht jedes dieser Adjektive mit Nachdruck und zärtlich anarchischer Fragmentpopmusik.

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