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Fading Frontier

Deerhunter - Fading Frontier

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Richtungswechsel

Deerhunter drehen sich für ihr fünftes Album "Fading Frontier" um 180 Grad und laufen in exakt die entgegengesetzte Richtung im Vergleich zum Vorgänger.

Die Erinnerung an das letzte Album von Deerhunter liegt noch immer etwas schwer im Magen. Ganz groß gehandelt wurden sie. Als eine Band, von der man in zwanzig Jahren so redet, wie wir heute beispielsweise von R.E.M. reden. Als zeitloser Klassiker der Rockgeschichte. Dann erschien Manomania. Was blieb, war Ernüchterung.

Dementsprechend vorsichtig war die Herangehensweise an das neueste Werk der US-Rock Band. Mit leisen Schritten nähern und mal abwarten, was da auf einen zukommt. Unnötige Vorsicht, denn "Fading Frontier" ist ihr bislang eingängigstes und damit wahrscheinlich auch bestes Album geworden. Bleibt aber leider von gelegentlichen Durststrecken nicht verschont.

Die erste Single: Deerhunter - Snakeskin

Mit Album Nummer fünf wagen die vier Jungs von Deerhunter weit weniger Experimente, als wir vom Vorgängeralbum gewohnt sind. Wie in einem großen, vor sich her wabernden Traum mischen sich psychedelisch angehauchte Pianomelodien mit dem mäandernd einlullenden Gesang von Bradford Cox. Lasst euch von der ersten Singleauskopplung "Snakeskin" also nicht täuschen. Auf "Fading Frontier" geht die Tendenz eher hin zum Melancholischem.

 

Insgesamt finden Deerhunter einen guten Mix aus psychedelischen Indie-Pop-Rock Nummern - perfekt um Geist und Körper für kurze vier Minuten ganz weit von diesem nasskalten Schmuddelwetter zu beamen - und eingängigen Mid-Tempo-Nummern wie "Snakeskin". So ganz will der Funke aber dann doch nicht überspringen.

Zuweilen entsteht der Eindruck, "Fading Frontier" plätschert so ein bisschen vor sich hin. Und genau dann wünscht man sich die ein oder andere dissonante Ausflucht, wie vom nun doch gar nicht mehr so schlecht scheinenden Vorgänger.

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