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Doze

Delay Trees - Doze

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Entspannter Norden

Freunde Skandinaviens, die sich außerhalb der breitbeinigen KickAss-Ergüsse auch gerne einmal von der softeren Seite des Nordens  bezirzen lassen wollen, sollten sich den 19. Oktober 2012 ganz dick in ihrem Kalender anstreichen. Denn dann erscheint mit „Doze“, dem zweiten Album der finnischen Dreampop-Combo Delay Trees, das entspannte Gegenstück zum seit Jahren grasierenden Retro-Rock-Hype.

Wer heutzutage handgemachte Musik aus Skandinavien hört, der trägt zumeist enge Röhrenjeans, eine Lederkutte uns ausgewaschene Black Sabbath- oder Kiss-Shirts. Doch der hohe Norden hat weitaus mehr zu bieten als gängigen Schweinerock à la Smoke Mohawk oder Turbonegro. Zwischen Oslo und Helsinki kann man neben ausschweifenden Starkstrom-Exzessen nämlich auch wunderbar die Seele baumeln lassen.

Den Beweis dafür liefern beispielsweise die vier finnischen Indiepopper von Delay Trees, die sich auf ihrem zweiten Album „Doze“ ganz und gar dem Dreampop verschreiben. Mit der Heimat-Hommage „HML“ beeindruckt das Quartett mit simplen Akkordabfolgen, markanten choralen Vocals und einer Leichtigkeit, die aus jedem Morgenmuffel einen motivierten Frühaufsteher macht. Ohne viel Brimborium sorgt die chillige Atmosphäre des viereinhalbminütigen Treibens der Band für zahlreiche Wohlfühlmomente bei all denen, die gerne einmal die Füße hochlegen und sich dabei von unaufgeregtem aber dennoch  begeisterungsfähigem Indiepop berieseln lassen wollen.

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