Depeche Mode

Depeche Mode (Credit: Anton Corbijn)

Dass Depeche Mode zu den bedeutensten und wichtigsten Bands der Geschichte zählen, sollte außer Frage stehen: 14 Studioalben, 100 Millionen verkaufte Tonträger und unzählige Musikpreise. Dieser Erfolg zeichnet sich bereits früh ab. Mit "Just Can't Get Enough" wird bereits die dritte Single der Band zu einem wahren Popklassiker und gehört bis heute zu einem der Meilensteine ihrer Diskografie. 

In Deutschland gehören Depeche Mode zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten: Seit 1984 befand sich jedes Album der Briten an der Spitze der Charts. Neben unzähligen Platinauszeichnungen und ausverkauften Welttourneen können Depeche Mode jedoch noch einen besonderen Erfolg verbuchen. Mit ihrem düsteren Synth-Pop/Rock gehören sie zu den einflussreichsten Bands aller Zeiten und so werden sie beispielsweise von Bands wie Arcade Fire, Coldplay, a-ha und Muse als größte Inspirationsquelle genannt. 

2017 erscheint mit "Spirit" das 14. Studioalbum der Band. Wie gut ihnen der Spagat zwischen Sound-Modernisierung und Stiltreue gelingt, lest ihr in unserer Review. 

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.

Aktuelles Album

Depeche Mode - Spirit

Depeche Mode - Spirit

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ein guter Geist

Depeche Mode veröffentlichen ihr 14. Album "Spirit". Und man darf sich freuen: Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher suchen neue Einflüsse und finden die richtigen.

Depeche Mode - Spirit (Foto)
Depeche Mode 2017 (Foto: Anton Corbijn)

Es dröhnt, es raunt, es liegt ein aufwühlender Grundton in der Luft: Depeche Mode sind zurück. Im mittlerweile Standard gewordenen Turnus von vier Jahren veröffentlicht die Band aus Essex ein neues Studioalbum. Zwölf Songs, getrieben vom Willen zur Selbsterneuerung. Aber alles recht sachte.

„Spirit“ ist keine Generalüberholung, keine Revolution, weder nach innen noch nach außen. Es ist ein Gesamtkonstrukt, bei dem man herausstehende Singles vergeblich sucht, das Resultat aber umso homogener und in sich geschlossener wirkt. Mit James Ford holten sich Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher einen Weltklasse-Produzenten ins Boot. Dem standen als Ausgangsbasis zwanzig Songs zur Verfügung – zu unterschiedlichen Teilen geschrieben von Gahan und Gore – aus denen er letzendlich zwölf auswählte.

„James sagte, dass er eine Platte aufnehmen will, die auch Leuten gefallen soll, die nicht unbedingt Depeche-Mode-Fans sind“ (Dave Gahan)

Und entgegen der Vermutung, welche die erste Single „Where's The Revolution“ mit sich brachte, ist „Spirit“ von der ursprünglichen Intention her zwar kein rein politisches Album, aber immerhin eines mit einer politischen Botschaft. Es kracht und rumpelt, das unterschwellig Aggressive, das Fordernde in den Songs beklagt die zuweilen fehlende Moral innerhalb einer Gesellschaft oder den zunehmenden Identitätsverlust, verursacht durch den rasanten technischen Fortschritt.

Klingt vom lyrischen Standpunkt her wie eine altersmüde Band, die allzu gern vor dem viel zu schnellen Lauf der Zeit kapitulieren wollen würde. Musikalisch aber legen Depeche Mode den zwar niedrigen, aber dennoch einen deutlich hörbaren Modernisierungsgang ein. Ohne auf die Achtziger-Retrowelle aufspringen zu wollen - sich quasi selbst zu kopieren -  weiß die Band was sie kann, aber auch wovon sie besser die Finger lassen sollte.

So versuchen sie sich in „Poison Heart“ vorsichtig an elektronisch unterlegtem Souleinfluss. Aber das größte Plus auf „Spirit“ ist eben jener fortschrittliche Geist: Nicht nur, dass dieses Album gehaltvoller komponiert und klanglich aufufernder – und damit interessanter gestaltet ist – als der Vorgänger "Delta Machine". Depeche Mode bringen diesen dezenten Modernisierungsdrang als neues Element mit einer substanziellen Message zusammen - ohne altersweise den Zeigefinger erheben zu wollen.

Die Tonspion Alben der Woche auf Spotify - jetzt abonnieren!

Download & Stream: 

Alben

Live in Berlin Soundtrack

Depeche Mode - Live in Berlin Soundtrack

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Live In Berlin
Für "Live In Berlin" wurden die Konzerte von Depeche Mode vom Herbst 2013 in der Berliner O2 World mitgeschnitten. Regie führte einmal mehr Starfotograf Anton Corbijn, der die Band schon seit den 80er Jahren in Szene setzt.
Delta Machine

Depeche Mode - Delta Machine

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Nichts müssen
Depeche Mode müssen gar nichts, schon gar nicht beweisen. Ihrer Anhängerschaft können sie sich sicher sein, so lange sie durch die Stadien der Welt touren und ein paar alte Hits spielen. Neue Songs stören bei diesen Happenings eher, dabei hat es „Delta Machine“ durchaus verdient, dass man genauer hinhört.
Remixes 2: 81-11

Depeche Mode - Remixes 2: 81-11

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mode Remixed
Üppige Remix-Pakete gehören bei Depeche Mode zu jedem Single-Release. Mit „Remixes 2: 81-11“ haben Gahan, Gore und Flechter zum zweiten Mal eine Remix Best Of zusammengestellt, für die sie sogar ihre ehemaligen Bandkollegen Vince Clark und Alan Wilder gewinnen konnten.
Sounds Of The Universe

Depeche Mode - Sounds Of The Universe

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Der Klang des Superlativs
Natürlich ist es vollkommen größenwahnsinnig, ein Album "Sounds Of The Universe" zu nennen. Oder ist es gar ironisch? Depeche Mode sind mit der Zeit gegangen - und in der Gegenwart angekommen.

News

Depeche Mode - Going Backwards (Artwork)

Depeche Mode: 360° Video und neue Tourdaten veröffentlicht

Die Setlist beim Konzert im Berliner Olympiastadion am 22.6.2017
Depeche Mode präsentieren sich selbst ein weiteres Mal zukunfsorientiert und veröffentlichen ein beeindruckendes 360°-Video zur zweiten Single aus dem Erfolgsalbum "Spirit". Zusätzlich gibt es neue Tourdaten und die Setlist vom Konzert in Berlin am 22.6.2017.

Videos

Ähnliche Künstler