H4xX02

Der Tante Renate - H4xX02

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Verbissener Feierbolzen

Das Jahr der Bratze ist rum. Kevin Hamann hat sich wieder in Clickclickdecker verwandelt und Norman Kolodziej macht wieder in Der Tante Renate. Als dieser veröffentlicht er nun "H4xX02", ein dickes Ravepaket mit sattem Schub und Mehrwert bis unters Dach.

Der Tante Renate ist fetter geworden. Von Album zu Album, von Remix zu Remix, von Nebenlauf zu Nebenlauf hat diese Musik an Gewicht gewonnen. "H4xX02", das vierte DTR-Album, beginnt zwar schleppend groovy, baut sich dann aber schnell zu voller Größe auf. Öffnen Sie doch bitte mal das Dach!

Gitarren und Mitbewohner gehen zu Bruch, die Bassdrum drückt, der Sägezahn beißt und die Sirenen heulen. Kolodziej fährt instrumentale Tanzmusik, Sportmusik, Bewegungsmusik auf, meist ordentlich drückend, mitunter aber auch so zart detailverliebt, wie man es in Boxhandschuhen eben sein kann. Und noch etwas klingt durch: Verbissenheit. Der Tante Renate möchte bittesehr, dass die Bewegung nicht mit dem Tanzabend endet, und "H4xX02" stellt sich auf, das durchzudrücken, zu animieren, mehr zu bieten als nur Feierbolzen.

Dazu macht das Album seinem Namen alle Ehre und präsentiert sich als codereiches Mehrwertpaket, das in seinem Booklet, seinem Artwork, seinen Stücken mal simple, mal schwierige Codes versteckt, die neben vielen schönen Kinkerlitzchen (darunter eine herrlich beknackte Kollektion früher Tracker-Werke Kolodziejs) auch direkten Zugriff auf die gesamte Diskografie DTRs bietet. Man muss sie nur finden, die Codes - und ist man erst einmal voll im Suchmodus, kriegt jeder Pixel, jede Melodie plötzlich eine andere Bedeutung: Was ist Code? Was ist Tanz? Was ist Musik? Und so sprengt "H4xX02" seine eigenen Grenzen. Paranoia muss auch mal ein bisschen Spaß machen, nämlich.

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