Speak A Little Louder

Diane Birch - Speak A Little Louder

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Adult Pop at its best

Von Americana zum Singer-/Songwriter-Pop der 1970er-Jahre: für Diane Birch kein Widerspruch, sondern ein Entwicklungsschritt. Auf ihrem neuen Album zieht die New Yorkerin den Hut vor Fleetwood Mac und Carole King und klingt dabei doch ganz eigenständig.

Die 30-jährige Singer-/Songwriterin Diane Birch ist in ihrem Leben schon ganz schön viel herumgekommen: die Tochter eines Priesters wurde in Michigan/USA geboren und zog mit ihrer Familie von dort nach Südafrika, Australien, England und wieder zurück in die Vereinigten Staaten; heute lebt sie in Brooklyn. Birch ist Veränderungen also gewöhnt und das drückt sich auch in ihrer Musik aus.

Ihr Debütalbum „Bible Belt“ von 2009 war stark Americana-geprägt: Soul-, Country- und Gospeleinflüsse bestimmten die Songs, die Birch Vergleiche von Feist über Adele bis Cat Power und Laura Nyro einbrachten. Aber Birch will sich weder auf bestimmte Stile noch Vorbilder festlegen lassen: In einem Interview gab sie unlängst zu Protokoll, dass sie als Jugendliche im Gothic-Look herumlief und Bands wie Bauhaus mochte.

Für ihr lang erwartetes neues Album „Speak A Little Louder“ hat sie tief im Songwriter-Pop der 1970er- und 80er-Jahre gegraben. Der Titeltrack oder „Tell Me Tomorrow“ stehen ganz in der adult-pop-Tradition von Hall & Oates (mit Daryl Hall sang Diane schon im Duett), Carly Simon, Fleetwood Mac in ihrer „Rumours“-Ära oder Carole King: dynamische, melodiöse Klavierarrangements mit Birchs Stimme im Zentrum. Gleichzeitig ist aber auch eine durchgängige Düsternis in den Texten spürbar, die sich um gescheiterte Beziehungen, Abschiede und tragische Begebenheiten drehen. Das ergibt zusammen eine verführerische Spannung und macht „Speak A Little Louder“ zu einer Platte, die man in diesem Herbst oft auflegen wird.

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