Album

Commute

The Diggs - Commute

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Der gute, altmodische Indierock

Hört man in das Album "Commute" des New Yorker Trios The Diggs nur kurz hinein, ist man sich fast sicher eine Platte der frühen Neunziger im Player zu haben. Klassischer Ostküstenindierock eben.

Eigentlich sollte man sich freuen, dass es so etwas noch gibt. Die drei jungen Burschen aus Brooklyn tun einfach mal so als hätte es die letzten zehn Jahre im Rockzirkus nicht gegeben. Vielmehr scheinen sie sich mit einem guten Stapel Indieplatten der frühen 90er im Proberaum eingeschlossen zu haben. Mit im Stapel waren sicherlich die frühen Lemonheads, die Pixies oder die Breeders. Richtiggehend wegweisend für den Sound dieser Band ist aber hörbar eine Gruppe, die heute leider fast vergessen ist: Superchunk. Von letzteren haben sich die Diggs die Dynamik und nicht zuletzt ein Gefühl für zwingende Melodien abgeschaut. Die Songs der Diggs verbinden zudem geschickt Elemente der britischen Shoegazer-Szene, erwähnt seien hier nur Ride, mit ihrem eigenen, treibenden Sound zu einem originellen Ganzen. Wer gerne in Nostalgie schwelgt ist hier sicherlich richtig. Eine kurzweilige Platte. (cw)

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