Album

Smoking Kills

The Disciplines - Smoking Kills

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Zum Abschied bis zum Anschlag

Das ist Rock, wie er sich gern gebärdet und obendrein auch noch mit diesem sympathisch skandinavischen Flair zu Punkten weiß. Expressiv, laut und ungeniert geht es bei The Disciplines zur Sache.

Und dass die Skandinavier das im Allgemeinen gut können, weiß die Gitarrenwelt schon lange. Beste Beispiele dafür: The Soundtrack Of Our Lives respektive Union Carbide Production früher, Motorpsycho in ihren entsprechenden Phasen und The Hives irgendwie von Anfang an. The Disciplines reihen sich in diese Riege skandinavischer Rockexperten ein und sind dabei noch nicht einmal ein unbeschriebenes Blatt.

The Disciplines setzen sich nämlich aus dem Kern der norwegischen Band Briskeby und dem Sänger der in den 90er Jahren herumtingelden US-Band The Posies zusammen. Und dieser Zusammenschluss klingt fast wie ein Abschied in zweierlei Hinsicht: Ein Winkewinke in Richtung dessen, was man früher mit den genannten Bands so anstellte und ein Abschied vom neumodischen Krimskrams.

The Disciplines gehen undiszipliniert mit der Zeit um, schauen nämlich zurück auf alte Rocktugenden. Sie spielen mit mehr Gradlinigkeit und Punktiertheit, als man es von den Posies kennt und mit weniger Pop und Pomp, als man bei Briskeby zu hören bekam. Klar, der Albumtitel geht hier zwar gar nicht, aber vielleicht haben die Norweger und ihr Ami ja eine gute Erklärung dafür. Wenngleich man diese im Grunde gar nicht wissen will, denn „Smoking Kills“ will ja auch nur eines: rocken. Und zwar mächtig, weil kräftig Krach gemacht wird, und knackig, weil effizient zur Sache gegangen wird. Als würden die Gods Of Blitz in einer skandinavischen-amerikanischen Garage ihre Amps bis zum Anschlag aufdrehen.

Alben

Ähnliche Künstler