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DMA's "Hills End" Cover

DMA's - Hills End

Redaktionswertung: 
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schwach
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herausragend
Brit-Pop aus Australien?!

Da ist uns beim Durchstöbern der Jahresrückblicke doch glatt aufgefallen, dass uns eine der schönsten Perlen des aktuellen “Brit-Pops” durch die Lappen gegangen ist. Das holen wir natürlich nach. Unser Review zu “Hills End” von DMA’s.

Auf den ersten Blick sehen Tommy O’Dell, Johnny Took und Matt Mason von DMA’s aus wie ziemlich harte Kerle. Nicht gerade die Sorte Mensch, die in der Bahn für alte Leute aufsteht oder der man Nachts allein im Dunklen begegnen möchte. Beim ersten Hören ihres Debüt-Albums wandelt sich der Eindruck von den drei Australiern dann aber schlagartig, denn auf Platte zeigen sie, dass sie auch ganz, ganz softe Typen sein können.

Schon nach wenigen Augenblicken mit “Hills End” wird klar, den Einfluss der Über-Brit-Pop-Legenden Oasis abzustreiten, wäre nahezu lächerlich. Spätestens beim Intro von “Lay Down”, das irgendwie an “Supersonic” erinnert, lässt Hills End ein bisschen "Definitely Maybe"-Stimmung aufkommen. Chorusbelegte E-Gitarren, sowie (brit-)poppige Akustikgitarren ziehen sich gemeinsam durch fast alle der zwölf Songs und bilden nicht selten die berühmte Wall Of Sound, die schon die Alben der Gebrüder Gallagher prägte.

Trotzdem ist “Hills End” nicht einfach nur ein neuer Abzug einer alten Aufnahme; keine Zweitverwertung einer längst überholten Idee, sondern eine gekonnt zeitgemäße Neuinterpretation eines mittlerweile oft unterschätzen Genres.

Denn die Richtung der Kausalität ist in diesem Fall enorm wichtig. Nicht die Art der Produktion macht die Songs von DMA’s hörenswert. Vielmehr ist es ihr Gespür für grandiose Refrains und vielschichtige Arrangements, mit der sie der alten Dame Brit-Pop wieder auf die Beine helfen.

"Hills End" erschien am 26.02.2016 auf  Infectious / BMG.
 

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