Große Straße

Doc Schoko - Große Straße

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Punkrockchanteur mit Bandbegleitung

"Wir müssen die Puppen tanzen lassen", stellt Doc Schoko wieder einmal fest und macht sich eben einmal mehr daran. Rock`n`Roll ist der Weckruf, ruppig und rau, und "Große Straße" lässt ihn wieder und wieder und nicht zum ersten Mal ertönen.

Seit 1996 und mit wechselnden Mitstreitern lässt Doc Schoko Rockmusik und Beatrumpeln die Seele als solche gegen das Böse als solches verteidigen. Mit "Große Straße" nun ist er beim immer noch frischen Louisville-Label gelandet, dass damit auch dem letzten Vogel klarmacht, dass Hipsterstyle und glitzernde Leere bitte woanders zu suchen sind. Doc Schoko ist hier und jetzt Punkrockchanteur mit Bandbegleitung, "Große Straße" eine Collage aus Alltag, Gegenalltag, Rhythmus und Punk und Fuzzgitarre. S.Y.P.H.s Uwe Jahnke schaut am Bass vorbei, ein alter Docschokohit wird einfach so und bonusgimmickfrei neu aufgelegt und nach dem gehetzten "Rauflaus" gönnt sich die Stimme manche Pause und zieht sich beobachtend in ein forderndes und wenig packendes Raunen zurück. Hoffnungslyrik hin, Verhältnisverachtung her: Während Doc Schokos Herz dabeibleibt, verzieht sich die Spannung allmählich ins hinterste Eck. Angesichts des furiosen Auftakts ist das nur schwer zu begreifen, vielleicht kennen wir uns einfach noch nicht lange genug. Na dann. (sc)

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