Time To Die

The Dodos - Time To Die

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Heftige Drehmomente

Der Albumname lässt zunächst ein neues Sodom- oder Doro Pesch-Album vermuten. Aber The Dodos sind vom Metal und Hard Rock weit entfernt, wenngleich sie doch wahrlich heftig im Abgang sind.

Das Duo, das schon längst keines mehr ist, hat sich einen der angesagtesten Indie-Produzenten für sein drittes Studioalbum gekrallt: Phil Ek, der Herr, der in der Vergangenheit auch z.B. bei den Fleet Foxes, The Shins und Built To Spill mitgemischt hat. Keine leichte Aufgabe muss das gewesen sein, war "Visiter", das Album zuvor, doch ein im letzten Jahr von Kritikern hochgelobtes Werk.

Mit "Time To Die" untermauern The Dodos den Grund für all das Lob und zelebrieren ihre große Kunstfertigkeit: Sie schaffen es, sich aus dem Akustik-Gedudel, dem perkusssiven Gepolter und dem verkopften Indie-Geschepper in eine Spirale zu spielen, die in einem Drehmoment endet, der im Ohr hängen bleibt und die eigens aufgetürmte Kraft im Loop festhält. Und so strahlt dann alles in einer lautstark zelebrierten Einfachheit! Der zurückhaltende Gesang wirkt in diesen Momenten wie ein harmloses Lüftchen in einem Metal-artigen Instrumentalgewitter. Aber sie wissen eben auch mit Vibraphon, unverzerrten Gitarren und ohne großes Gegröhle mit einer Heftigkeit umzublasen, die so manch einer hart rockenden Band abgeht.

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