Driven

Douglas Greed - Driven

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Spielerische Lässigkeit

Douglas Greed geht zum zweiten Mal über die volle Länge. Das Album „Driven“ ist für seinen Titel eigentlich viel zu lässig. Statt in elf Tracks den Tanzbefehl auszugeben, tastet und testet sich Greed mit Erfolg durch und in verschiedenen Subgenres der elektronische Musik aus.

Gibt es in der elektronischen Musik etwas, wie den spezifischen Sound einer Stadt? In jedem Fall wurden Techno und House schon immer nach bestimmten Szenen eingeteilt, begonnen beim Unterschied zwischen Detroit und Chicago. In Deutschland konzentriert sich vieles auf Berlin, Köln und Hamburg.

Im Schatten dieser Fokussierung auf die großen Städte schraubt man seit Jahren ausgerechnet im Städtchen Jena an einem Sound, der sich wohltuend vom Rest unterscheidet, und den man mittlerweile gemeinsam mit Künstler aus anderen Regionen kultiviert. Es ist ein Mix aus jazzigem Swing, breit aufgestellten Hip-Hop-Beats und subsonischen Bässen, die Anfang der 90er Jahre mit Drum'n' Bass in der elektronischen Musik einrollten. Ein Mix, der auch das neue Album von Mario Wilms alias Douglas Greed zu etwas besonderem macht.

Douglas Greed - This Time (feat. Kuss)

Auf „Freude am Tanzen“ erschien Greeds erstes Album „KRL“ vor drei Jahren und Freude ist das, was jeden der elf Tracks seines neuen Albums “Driven“ antreibt. Indem Greed mit den beiden ersten Tracks des Albums, „Further“ und „Driven“ zunächst verlangt, ihm zu zu hören, und nicht den Tanzbefehl ausgibt, lässt man sich später von pumpenden Tracks wie „Summertime“ und „This Time“ umso lieber in Bewegung versetzen. Spielerische Leichtigkeit und die Lust am nicht allzu Offensichtlichen zeichnen „Driven“ aus, das zwischen deepem House, pumpendem Techno und Bassmusic virtuos wechselt und trotzdem immer Greeds Handschrift trägt.

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