Appia Kwa Bridge

Ebo Taylor - Appia Kwa Bridge

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Gekommen, um zu bleiben

Strut Records nehmen ihre Sache ernst, und schlachten nicht nur Backkataloge aus. Sie kümmern sich auch um die Künstler, die dahinter stehen. So kommt es, dass der ghanaische Highlife-Gitarrist Ebo Taylor seit seiner Entdeckung durch Strut bereits zum zweiten Mal ein Soloalbum für das Label veröffentlicht.

Auf „Love And Death“, seinem ersten Soloalbum seit mehr als 20 Jahren, beschränkte sich Altmeister Taylor noch darauf alte Titel neu zu interpretieren. Für sein neues Album „Appia Kwa Bridge“ hat Taylor dagegen zum Großteil neue Songs geschrieben. Lediglich „Yaa Amponsah“, ein Klassiker aus den 20er Jahren, der sich mit den Jahren zu einem echten Highlife-Klassiker entwickelt hat, und „Kruman Dey“ sind in anderen Versionen bereits bekannt.

Aus der Reihe fällt dabei „Barrima“, das letzte Stück. Darin beklagt Taylor mit seiner vom Alter und der Trauer brüchig gewordenen Stimme – er ist mittlerweile 76 Jahre alt – zur Akustikgitarre den Tod seiner Frau. Es ist ein Beweis dafür, dass Musik immer noch der beste Trostspender ist: emotionale Überforderung als Katharsis. Über welche Energie Taylor verfügt, zeigen die restlichen Stücke des Albums. Gemeinsam mit der Berliner Afrobeat Academy wurde die Basis der Tracks gelegt, veredelt wurden sie u.a. von Könnern wie Tony Allen am Schlagzeug. Sie alle machen „Appia Kwa Bridge“ zu einem selten Hybriden: Es klingt wie eine Reise ins Herz der 60er Jahre und ist doch mit beiden Beinen im Heute verwurzelt. Kurz: Pure Energie für alle, die mit Afrika mehr verbinden als „Jenseits von Afrika“.

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