Album

Chiaroscuro

Einar Stray - Chiaroscuro

Label: 
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Ensemblesturm am Sommerende

Aus der Mitte eines fruchtbaren und kreativen Netzwerks entspringt die Musik von Einar Stray. Sein Debüt "Chiaroscuro" ist beseelt von erhebender Traurigkeit, regt zu übermütigen Vergleichen an und findet nun langsam den Weg aus seiner Heimat Norwegen in unseren relativen Süden.

Rund um den Osloer Label-Veranstalter-Management-Freundeskreis Spoontrain pulsiert ein Kollektiv, das viel und vor allem viel gutes schafft. Man spielt, man trifft, man unternimmt, man besingt einander Platten und wächst an sich in die Welt. Die derzeit von Musikblog zu Musikblog gereichten übermütigen Team Me sind hier ebenso zu finden wie der bezaubernde Kauz Moddi. Auch der junge Herr Einar Stray ist Teil dieser Welt, spielt in Moddis Liveband, erfindet Festivals und schreibt und spielt ausufernde, orchestrale, bewegende Stücke. "Chiaroscuro" heißt sein Debüt, das seinem Namen folgend durch Licht und Schatten wandert und dort Drama, Wucht und den zarten Popsong findet.

Mit ihren vollen, streichersatten Arrangements, ihrem Perlenklavier, ihrer Sehnsucht und ihrem Chor der Freunde erinnert Strays Musik hier angenehm an Conor Oberst zu "Lifted"-Zeiten, dort an den Orchesterpop der neueren Sigur Rós, da hinten an die Chorseligkeit der jäh abgebrochenen 50-Staaten-Idee. Und schafft es doch, über dieses Wiedererkennen hinaus in hocheigene Welten der zurückhaltenden Melodien und der plötzlichen Ensemblestürme zu locken. Der Herbst wird Einar Stray, seine Band und sein Albumdebüt nach Deutschland bringen. Hier schon einmal ein Blick über den Sommerrand hinaus.

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