Album

Orchestra Of Bubbles

Ellen Allien & Apparat - Orchestra Of Bubbles

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Vergangenheit und Gegenwart, Techno und Electronica

Techno trifft Electronica? So einfach kann die Zusammenarbeit zwischen Ellen Allien und Apparat sicher nicht reduziert werden. Dennoch sind jene beiden Stile die Fixpunkte, um die beide Künstler bislang kreisten und um die sie nun die Energien bündeln.

Natürlich ist Ellen Allien bekannter für ihre Experimentierfreudigkeit in alle Richtungen von Techno, inklusive Pop-Exkursen und breakigen Elementen. Und natürlich ist Sascha Ring aka Apparat vom Label Shitkatapult bekannter für seine vertrackten, stets auf technologische Innovation ausgerichteten Electronica-Sound, inklusive Indie-Ausflügen mit Raz Ohara. Doch prinzipiell sind sowohl Ellen Allien als auch Apparat mit der Bandbreite von Techno und Electronica vertraut. Insofern war eine Kollaboration viel versprechend und ist letztendlich auch überzeugend. Und das aus zwei beinahe gegensätzlichen Gründen: einerseits halten sich die elf Tracks auf „Orchester Of Bubbles“ angenehm zurück, sie klingen unprätentiös, nicht nach einem verkrampften All-Star-Projekt, in dem alle Clubs mit Hymnen geknackt werden sollen. Auf der anderen Seite sind doch auch kleine Hymnen entstanden. Allerdings auf einer anderen Ebene. Denn der Sound ist durchaus opulent, greift verschiedene Punkte elektronischer Musik auf, verzichtet aber weitestgehend auf Vocals. „Orchester Of Bubbles“ besticht durch eine sehr eigene Note, der die beiden Ursprünge herauszuhören sind. Und doch ist es keine plumpe Mixtur beider Persönlichkeiten. Das Album hat etwas Geheimnisvolles, es scheint Vergangenheit und Gegenwart vereinen zu können. Es fasziniert und verwirrt zugleich. (jw)

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