Highspeeds

Elliot Moss - Highspeeds

Redaktionswertung: 
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Tanz ins Glück

Manchmal braucht es nur den richtigen Fan zur richtigen Zeit damit der Knoten platzt: Elliot Moss macht Karriere auf Umwegen.

Eigentlich hätte der New Yorker im Sog von Kollegen wie James Blake, Jamie Woon oder auch SOHN groß durchstarten müssen. Passiert ist aber erstmal nicht viel, als er sein Debütalbum vor über einem Jahr in den USA veröffentlichte.

Dann suchte sich Tanz-Superstar Philip Chbeeb den Song "Slip" für eine Performance aus und im Anschluss geschah, was Labels und Agenturen gerne mit "das geht durch die Decke" beschreiben: mehr als 30 Millionen Klicks in den sozialen Netzwerken katapultierten den Song auf Platz 1 der Spotify Viral Charts. Jetzt scheint die Welt bereit für Elliot Moss.

Auf "Highspeeds" zelebriert der 21 Jahre junge Multiinstrumentalist mit Beats, Gitarren und reichlich Auto-Tune ein intensives Auf und Ab der Gefühle, schwermütig und düster, textlich wie musikalisch wahrlich kein sehr fröhliches Album. Moss gehört aber zu jener Generation junger Songwriter, die sich ihrer Verletzlichkeit und Emotionalität nicht schämen, sondern sie im Gegenteil wie einen Schild vor sich her tragen und als ihre größte Stärke begreifen.

Dass dies nicht zwingend in purer Freundlichkeit enden muss zeigt sich unter anderem im boshaften "Plastic II": she's got a brain like a rubber band / make her think too hard and it's gonna snap.

Hier verschmelzen Ambient, Jazz, R'n B und Electronica zur Schnittstelle zwischen Chet Faker und Bon Iver: fragil, emotional, unaufgeregt. "Highspeeds" will nicht das nächste große Ding sein und könnte es vielleicht genau deshalb werden. Unbedingt reinhören!

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