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Emika

Emika - Emika

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Fragile Wucht

Nach zwei großartigen Eps veröffentlicht die in Berlin lebende Sounddesignerin Emika ihr erstes Album. Ein Debüt zwischen Fragilität und Wucht, Optimismus und Verzweiflung, Dubstep und Electronica.

Wenn der rechte Zugriff auf einen Künstler fehlt, versucht man gerne mit der Aufzählung biografischer Fakten Zeit zu gewinnen. Gehorcht man diesem Reflex im Falle von Emika, entfalten sich die musikalischen Bezüge ihrer Musik allerdings von selbst: Im Zentrum steht wie bei James Blake das Klavier im klassischen Sinne. Doch für Emika ist es nur ein Stichwortgeber, auf dem sie kleine Melodiefragmente anschlägt oder auch mal ganz dreist klaut. Seine Kraft bezieht ihr Album aber aus etwas anderem: Dem Gegensatz zwischen der Wucht ihrer Beats und der Fragilität ihrer Stimme.

Emika ist im Berghain ebenso Zuhause wie in den Dubstep-Clubs ihres ehemaligen Wohnorts Bristol. Wirklich verorten lassen möchte sie sich zwischen beiden Polen nicht, und sucht nach der perfekten Symbiose zwischen industrieller Soundästhetik und dem warmen Wummern des Bass. Dabei landet sie beim Einfachsten: dem Song. Wenn die vielen Post-Dubstep-Entwürfe der letzten Zeit etwas gemeinsam haben, dann ist es ihr Interesse am Song. Und davon hat Emika auf ihrem Debüt ein paar zu bieten, die einem bis tief unter die Haut kriechen.

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