Me

Empress Of - Me

Redaktionswertung: 
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Ich + Ich

Wie gern würde man in den Hype um das Debütalbum von Empress Of einstimmen. So richtig gelingen will es einem nicht. Glücklicherweise gibt es eine Welt zwischen schwarz und weiß, die eindeutige Zuordnungen überflüssig werden lässt. Das hat sich scheinbar auch Lorely Rodriguez a.k.a. Empress Of bei den Aufnahmen zu "Me" gedacht.

Der Titel "Me" ist wörtlich zu nehmen. Warum gemeinsam, wenn es allein doch so viel unkomplizierter ist? Die zehn Songs stemmte sie mutig in Eigenregie - Schreiben, Produzieren, Aufnehmen, Abmischen. Rodriguez wollte 100 Prozent in ihr Debüt stecken. Ihre 100 Prozent.

Es gibt viel zu hören auf dem Debüt von Empress Of: ein klanglich vollbepacktes Sammelsurium aus hämmernden Beats, dominanten Drums und Synthesizer, das sich irgendwo zwischen Dance, Pop und Electro bewegt. Und das ist auch ok. Vor allem nach dem zweiten, dritten und vierten Hören. Aber ein Beigeschmack von "Viel Lärm um nichts" mag einfach nicht verschwinden.

Der Opener des Albums "Everything Is You", hat den Aha-Effekt: ein elliptisch-asynchrones Elektropopstück, das sofort ins Ohr geht. Originell und spielerisch weckt es die Erwartung auf ein Hammer-Album. Viele Nachfolger erzeugen leider lediglich den Naja-Effekt.

Die Mehrheit der Tracks regt zwar zum Mittanzen an, klingt jedoch melodisch eher lauwarm - nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht wirkllich besonders. Platte Beziehungs-Zeilen à la "Nothing comes between us but a piece of latex" oder "I don't have a T-Shirt better than you fit me" (beide aus "Make Up") tragen da nicht zu einer Annäherung bei. Obwohl die große Botschaft des Albums eine gute ist: "I just need myself to love myself".

Es gibt Alben, von denen wünscht man sich , dass sie besser wären, als sie es tatsächlich sind. "Me" ist eines davon. Und genau deshalb schenkt man der zweifellos talentierten New Yorkerin mit den honduranischen Wurzeln auch noch einen fünften und sechsten Hördurchlauf.

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