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Hotel Alba

Enders Room - Hotel Alba

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Hörbar schöne Wurzeln

An manchen Orten klingt alles anders. Da ist die Musik im Fluss und ein ganz bestimmter Geist in der Luft. Weilheim gehört seit Jahrzehnten zu diesen Orten.

Es war irgendwann in den 80er Jahren, als Johannes Enders die Musikschulbank in einer Big Band drückte. Neben ihm saßen damals Micha und Markus Acher, mit denen er gemeinsam von Fest zu Fest durch ganz Oberbayern jazzte. Die Gebrüder Acher frönten dann mehr und mehr den harten Gitarren, wohingegen Enders nach dem Musikstudium mit seinem Saxophon in die USA ging, um mit renommierten Jazzermusikern zu arbeiten. In den 90er Jahren kehrte er wieder heim, back to the roots sozusagen. Gemeinsam mit seinen alten Musikschulkollegen und weiteren ortsansässigen Musikern formiert er dort das Tied & Tickled Trio. „Hotel Alba“ ist nun schon Enders drittes Quasi-Soloalbum. Zwar mit Freunden und Weggefährten eingespielt, so ist und bleibt er aber noch hörbar der Kopf von „Enders Room“. Er komponiert, programmiert, sampelt, spielt Keyboards, Blasinstrumente und sorgt für den stetigen Fluss. Leider stört der Gesang überall dort, wo er auftaucht. Glücklicherweise ist dies aber nur selten der Fall, besticht dieses Album doch in seiner rein instrumentalen und kompositorischen Art und Weise. Wer The Notwist zu ihrer „Shrink“-Phase mochte, Tied & Tickled Trio eh abfeiert und Talk Talks Spätwerk zu schätzen weiß, der ist hier richtig, in Johannes Enders Weilheimer Räumlichkeiten. Man hört diese schönen Wurzeln. (bb)

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