Grass Geysers... Carbon Clouds

Enon - Grass Geysers... Carbon Clouds

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Redaktionswertung: 
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herausragend
Feuer und Flamme
Es sprudelt und dampft nicht schlecht, was die eine Dame und ihre zwei Herren hier mit ihren Grassgeysiren und Kohlewolken angezündet haben. Enon melden sich endlich zurück.

Lässt man die B-Seiten- und Raritäten-Geschichte „Lost Marbles and Exploded Evidence“ von 2005 mal außer Acht, liegt das letzte reguläre Studioalbum „Hocus Pocus“ mittlerweile satte vier Jahre zurück. Eine beachtliche Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass die drei Alben davor im verlässlich regelmäßigen Einjahresturnus rausgehauen wurden. Aber die ausgedehnte Verschnaufpause tat dem Trio aus Brooklyn respektive Philadelphia hörbar gut. Bei Enon brodelt und funkelt es nun wieder.

John Schmersal (Ex-Braniac), Toko Yasuda (Ex-The Lapse, -The Van Pelt, -Blonde Redhead) und Schlagzeuger Matt Schulz klingen auf „Grass Geysers...Carbon Clouds“ gemeinschaftlich erholt, lebendig und frisch. Wie eine hedonistische Art extravaganten Rocks mit einer Riesenprise Pop legen sie ein Album vor, das sexy und leicht wie das neuste von Blonde Redhead, aber auch quer und schwer wie das jüngste von Les Savy Fav ist. Und dabei bekommt man immer noch so viel Enon geboten, wie man es sich gewünscht hatte.

Zwölf durch die Bank weg belebende Songs, die mitreißen und in die Pedale oder wahlweise auch aufs Gaspedal treten lassen. Das ist zu Ton gewordener Schwung nach ganz vorne, der aber nach wie vor auch gern am Hang zum Verqueren kurz und unverhofft stecken bleibt. Aber auf lange Sicht sind Enon heute eingängiger, straighter und atemloser als zuvor. Das klingt toll und nach viel Feuer und Flamme.

Björn Bauermeister / Tonspion.de
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