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Pieces pour Piano

Erik Satie - Pieces pour Piano

Redaktionswertung: 
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Soundtrack zu französischer Schwermut

Erik Satie (1866-1925) gehörte neben Debussy und Ravel zu den größten französischen Komponisten der vorletzten Jahrhundertwende - mit Wirkung bis in die zeitgenössische elektronische Musikszene.

Sein Zeitgenosse und Förderer Igor Strawinsky behauptete, Satie sei einer der verücktesten Menschen denen er jemals begegnet sei. Saties Originalität, Exzentrizität und seine Ablehnung jeglicher musikalischer Konventionen machten ihn zu einem Star im Paris der zwanziger Jahre. Sein Einfluss ist bis in die gegenwärtige Musik hinein zu spüren. So ist es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet der Messias der elektronischen Musik Aphex Twin auf seiner letzten Platte „Druqks“ schwer nach Satie klingt. Die „Gymnopédien“ 1, 2 und 3 aus dem Frühwerk des Franzosen sind drei kurze Klavierstücke die in ihrer Zerbrechlichkeit so perfekt klingen, daß man sofort den Eindruck eines wiedergefundenen alten Bekannten erhält. Wer sich für Schriftsteller unseres schönen Nachbarlandes wie Céline oder auch Houellebecq begeistern kann, liegt mit Satie, dem Verfasser des Soundtracks französischer Schwermut genau richtig. Hier interpretiert von Francine Kay. (sz)

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