Ernest Bloch

Ernest Bloch - Ernest Bloch

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Tonale Konzertmusik aus dem 20. Jahrhundert
Nicht jeder bedeutende Komponist hat im vergangenen Jahrhundert Musik geschrieben, die man als schwierig, sperrig und spröde charakterisieren muss. Ernest Blochs Werke strahlen amerikanische Farbenfröhlichkeit und überbordende Phantasie aus.

Der Komponist Ernest Bloch wurde 1880 in Genf als Sohn eines jüdischen Uhrenhändlers geboren. 1916 kam er als Dirigent in die USA, wo er den Rest seines Lebens als Universitätsdozent und Komponist in verschiedenen Metropolen verbrachte, unter anderem in Cleveland, San Francisco und New York. Sein Kompositionsstil läßt sich als romantisch bis klassizistisch mit starken Einflüßen aus der jüdischen Musik beschreiben, was sich nicht selten in Klängen manifestiert, die auch aus dem Soundtrack zu Filmen wie "Ben Hur" stammen könnten. Die Zugänglichkeit und Leidenschaftlichkeit seiner Musik ließ Ernest Bloch zu einem der meistverehrten amerikanischen Komponisten werden. Bloch starb 1959, wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag in Portland/ Oregon.

Das "Scherzo fantasque", unser Hörbeispiel, entstand für ein einwöchiges Festival, das 1950 in Chicago anläßlich von Blochs 70. Geburtstag veranstaltet wurde. In Zitaten fanden in das eklektische Werk zahlreiche andere berühmte Werke für Klavier und Orchester Eingang, etwa Mussorgsky/Ravels "Bilder einer Ausstellung" und Gershwins "Rhapsody in Blue".

Studiert hat sie in Wien, Genf, Baltimore und New York bei einigen der Größten ihres Fachs wie Richard Goode und Andreas Staier, an der Johns Hopkins University erwarb sie zudem einen Bachelor in Deutscher Literatur: Die junge amerikanische Pianistin Jenny Lin kann man als eine der interessanteren jungen Persönlichkeiten am Klavier beschreiben, zumal sie bis jetzt keine "Starkarriere" anzustreben scheint, obwohl sie durchaus das heute nötige gute Aussehen mitbringen würde. Stattdessen hat sich Miss Lin international mit riskant-außergewöhnlichen Konzertprogrammen und sensiblem Musikantentum einen Namen gemacht.

1 CD, ca. 77 Minuten

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