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Infinite Keys

Ester Drang - Infinite Keys

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Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Songwriting mit beeindruckend schönem Überbau

Schlichtes, unaufgeregtes Songwriting ist mitunter etwas sehr schönes. Für Ester Drang ist es jedoch nur das Fundament, auf dem sie ausufernde, kunstvoll verwobene Liedgebilde entstehen lassen.

Auf ihrem zweiten Album "Infinite Keys" lässt die Band aus Oklahoma kleine Liedschößlinge zu riesigen Bäumen heranwachsen. In liebevoller Kleinstarbeit wird Schicht um Schicht um Schicht auf Fundamente getragen, bis die Schlichtheit des Ausgangsmaterials nur noch stellenweise durchschimmert. So entstehen epische Kleinode, gigantische Miniaturen und reißende Bäche, die durch Oklahoma und die ganze Welt mäandern. Vorbei an den Flaming Lips, an Vic Chesnutt, an Wilco, an den in der Ferne winkenden Sigur Ros. Dass die Band dabei nie den Kern des Songs aus den Augen verliert, sorgt meist für große Freude und ist ihr sicher auch anzurechnen. Ab und an hat man jedoch das Gefühl, dass sich die Band damit selbst im Weg steht und schöne Ideen nur mehr andeutet, damit sie nicht vom Weg abkommt. Da hätte etwas weniger Konzentration vielleicht ganz gut getan. Aber "da" passiert nicht allzu oft. Was sehr schön ist. (sc)

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