Album

Waking Up Before Dawn

Eveline - Waking Up Before Dawn

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Retro-Prog

Klingt schon etwas kryptisch, diese Gleichung: d.m. + l.x + l.b. + t.o. = Eveline. Schenkt man den vier Italienern, die hinter diesen Initialen bzw. dieser Band stecken, aber Gehör, kann man einiges wieder und auch für sich entdecken.

Namen sind doch eh nur Schall und Rauchen, scheinen sich diese Herren gedacht zu haben, die sich hier hinter den Gitarren, den Synthis, dem Klavier, dem Bass, dem Schlagzeug und dem Gesangsmikro verbergen. In der Summe nennt sich dieser Viererverbund versierter Italiener Eveline und zelebriert auf seinem zweiten Album Musik, die von Zeit und Raum ein wenig entrückt ist.

In dieser Nische wirbeln sie mit „Waking Up Before Dawn“ auch ordentlich Staub auf, wandern sie doch unerschrocken und gekonnt zwischen retrospektiven und progressiven Rockmomenten hin und her. Mit großen Schritten, aber immer mit Hand und Fuß, haben sich hier Musiker ans Werk und einen Kopf gemacht, wie sie ihre musikalische Sozialisation mit ihrer zeitgenössischen Inspiration vereinen können. Dabei hat niemand von ihnen jemals bei 3:30 auf die Uhr geschaut oder nach dem neuen heißen Scheiß im Musikzirkus gegoogelt. Vielmehr präsentieren sie Selbstgemachtes, das sich aus Referenzen wie Pink Floyd und The For Carnation, King Crimson und Gastr Del Sol speist. Unterm Strich ist die Gleichung also doch recht simpel: d.m. + l.x + l.b. + t.o. = Psychedelischer Retro-Progrock zwischen Bologna und Chicago.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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