Danse Macabre

The Faint - Danse Macabre

Label: 
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Wo die Zombies tanzen
Na sowas! Leiht Damon Albarn jetzt auch noch den Nine Inch Nails seine Stimme? Ist Gruft-Rock wieder in? Und darf man eine Platte anno 2002 "Danse Macabre" nennen? Fragen über Fragen. Und eine Antwort: The Faint.

Überraschende Klänge vom Label City Slang. Mit The Faint haben die Berliner Musikliebhaber einen Act gesignt, der ganz ungeniert im Giftschrank der Musikgeschichte kramt. Gruft, Bombastrock, Rock-Electro-Crossover, Britpop, Synthiepop und sogar Death Metal steht da auf den einzelnen Schubladen, die schon seit Jahren nicht mehr aufgemacht worden sind, aus Angst, die Zombies aus längst vergessenen Epochen könnten wieder zum Leben erweckt werden. Soviel Mut zum makabren Musikgeschmack lässt einen erstmal fassungslos vor The Faints neuem Album stehen. Und dann hört man nochmal hin und stellt fest, dass auch aus eigentlich ekligen Zutaten ein hervorragendes Süppchen werden kann, wenn man weiss, wie`s geht. Und den Spaß am Köcheln mit außergewöhnlichen Ingredenzien merkt man The Faint bei jedem einzelnen Stück an. Die ehemalige Gitarrenrockband setzt sich seit 1998 mit elektronisch generierten Sounds und der Clubmusik auseinander, ohne selbst je in Clubs unterwegs zu sein. Deshalb erfinden sie einfach Musik, nach der sie selbst gerne mal tanzen würden. Das Ganze klingt dementsprechend sehr ungewöhnlich und erfrischend anders. Und geht ausserdem noch verdammt gut nach vorne. (ur)

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