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Hey Girl |
07.08.2007
Im Rock gestrandet?
Meine Güte, was haben sie da gemacht? Vom amerikanischen Indierock der 90er gehen sie zurück zum schillernden Beach Boys-Sound der 60er. Die Antwort lautet folglich: ein erstklassiges Popalbum.
Sie tragen enge Hosen, rüschige Hemden, vergilbte Hosenträger, Cowboystiefel-ähnliche Boots und lassen sich die stillosesten Bärte wachsen. Alles andere als stillos hingegen ist ihre Musik. In der Vergangenheit war es der US-Indierock, der bei den Figurines whiskey-getränkt und staubig trocken erklang und sich aus guten Gründen mit Built To Spill und Modest Mouse in eine Schublade stecken ließ. Luftig, erfrischender Indierock war es, der im Zuge des Debüts „Shake A Mountain“ die Untergrundszene Dänemarks begeisterte. Als erstes ausländisches Label horchten damals die Hamburger Pop-U-Loud auf und verteilten diesen Geheimtipp unter den Indiefanatikern hierzulande. Der Nachfolger „Skeleton“ war dann schon kein Insider mehr und sickerte auch schnell nach UK und Übersee durch. Und was haben die Figurines nun auf Album Nr. 3 gemacht? 60er-Westküstenpop, der psychedelisch orgelt, nach komischen Klamotten riecht und ein farbenfrohes Unterfangen ist. Der Dänen dritter Streich ist dem Indierock vergangener Tage entwachsen und geht noch weiter: er geht zurück auf die Beach Boys! Der hier verlinkte Song ist sicher noch einer von der „gemäßigten“ Sorte. Gemäßigt meint hier, weniger Brian Wilson-getränkt und mehr noch an die beiden Vorgängeralben der Figurines anknüpfend. Für den Rest des Albums gilt aber: Meine Güte, was für ein Beach-Pop-Album! (bb)
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