Helplessness Blues

Fleet Foxes - Helplessness Blues

Redaktionswertung: 
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Schöner Nachschlag

2008 gab es wohl kaum eine Bestenliste, auf der nicht die Fleet Foxes aufgetaucht sind. Mit ihrem Debüt haben sie seitdem tiefe Spuren in der Musiklandschaft hinterlassen. Mit ihrem zweiten Album "Helplessness Blues" nehmen sie diese Fährte direkt wieder auf.

Für nicht wenige haben sich die letzten drei Jahre wie Kaugummi gezogen wenn man daran gedacht hat, wann denn nun neues Material von den Fleet Foxes zu erwarten ist. Nach einem ersten gescheiterten Studiobesuch hat es dann geklappt und der Nachfolger zu "Fleet Foxes" wurde letztes Jahr in vier verschiedenen Studios eingespielt. Mit Phil Ek (The Shins, Band Of Horses) stand der Band der Mann zur Seite, der bereits bei dem hochgelobten Debüt als Co-Produzent mitwirkte.

Für ihr zweites Album haben die Folkrocker aus Seattle ein wenig aufgestockt, sind zum Sextett gewachsen und haben für die Aufnahmen allerhand neue Instrumente genutzt, die es vor drei Jahren bei ihnen noch nicht zu hören gab. Aber ob es nun die 12-seitige Gitarre, die Zither, der Kontrabass, die Pauke, der Moog, die Pedal-Steel-Guitar oder die Lap-Steel Guitar ist, wird vor allem eines deutlich: auch bei "Helplessness Blues" sind die Fleet Foxes bei ihrem Sound traditionell verankert, prädigital orientiert und nicht auf der Suche nach dem nächsten digitalen Hype.

Auf ihrem Zweitling zeigen sich die Musiker erneut äußert lebendig, fern einer digitalen Kälte, entlocken ihren angegrauten Instrumenten pure Lebensfreude und erklingen voller Inbrunst mit ihren vielstimmigen Chören, wie es bereits bei ihrem Debüt den Kritikern die Freudentränen in die Augen trieb. Es sind die leidenschaftlichen Momente aus Harmonie und Pop, die scheinbar locker aus dem Ärmel geschüttelt werden und die Ästhetik der frühen 70er so natürlich erklingen lässt, als hätte die Herren um Sänger Robin Pecknold lediglich eine kleine Zeitreise unternommen, um auch ihr zweites Album so saftig frisch und zugleich warm und vertraut klingen zu lassen.

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